Requirements Management
ohne ALM-Einführung

Lastenheft, Spec und Tests in einer Kette. Veraltete Nachweise werden orange. Vier Wochen an einem Programm, das schon läuft. Kein DOORS-Projekt.

Voice-Plattform, Soft-Zulieferer3 von 4 geschlossen
  1. LH §7.2.3Wake-Word-ReaktionSYS-0142Erkennung ≤ 300 msOK
  2. SYS-0142Erkennung ≤ 300 msSWE-0088On-Board + OfflineOK
  3. SWE-0088On-Board-PfadTest 0407Bench, 5 SprachenOK
  4. Änd. 19Kunde: 250 ms statt 300-Prüfung nicht erneuertLücke
Orange = fehlende Verknüpfung

Excel trägt, bis jemand fragt, welcher Nachweis welche Pflicht deckt

Solange ein Programm läuft, trägt Excel erstaunlich weit. Anforderungen stehen im Lastenheft des Fahrzeugherstellers, die eigene Spezifikation liegt in Word oder Confluence, Aufgaben laufen über Jira, Tests hat das Testteam in eigenen Listen. Jeder kennt seinen Ausschnitt. Niemand besitzt die Kette.

Teuer wird das, wenn der Kunde nachschärft, wenn das Assessment beginnt und wenn jemand das Team verlässt. Die Frage lautet dann immer: welche Pflicht ist durch welchen Nachweis in welcher Version gedeckt? Ticket-Historie beantwortet das nicht.

Ihr braucht keine neue Tool-Landschaft dafür. Ihr braucht eine Stelle, an der Lastenheftseite, Anforderung und Nachweis zusammenstehen und Lücken orange werden.

Wo es heute bricht

  • Zwei Pflichten, eine Zeile. Nach dem Semikolon steht eine zweite Pflicht. In Excel bekommt sie nie eine eigene ID.
  • Norm ohne Abschnitt. „ASPICE-konform“ oder „gemäß ISO/SAE 21434“ ist eine Absichtserklärung, kein Nachweis.
  • Änderung nur in der Mail. Änderungsantrag 19 verschärft 300 ms auf 250 ms. Das Jira-Ticket wird geschlossen. Der Testfall bleibt alt.
  • Nachweise ohne Stand. Der Test war grün gegen eine Spec-Version, die es so nicht mehr gibt.
  • Das Assessment beginnt bei der Evidenz. Der Assessor will den Pfad zurück zur Lastenheftseite.

Bereits mit Polarion oder DOORS unterwegs? Dann: Requirements Management neben bestehendem ALM-System.

Nachweis führen, nicht nur Tickets

Excel, Ordner, klassisches ALM

  • EinführungKeine, oder Quartale mit IT und Einkauf
  • ÄnderungMail, Erinnerung, neues Ticket
  • Nachweis altKein eigener Zustand
  • WahrheitPerson oder ALM-Workflow

Cevelar

  • EinführungVier Wochen, ein Programm
  • ÄnderungDelta einspielen, Nachweise markieren
  • Nachweis altEigener Zustand in der Matrix
  • WahrheitSpec und Nachweiszustand, Export jederzeit

Vom Ordner zur orangen Lücke

Links der Ist-Zustand. Rechts, was nach vier Wochen in der Matrix steht.

Heute, ohne Tool3 Lücken
  • SpezifikationConfluence und PDF, keine stabilen IDs
  • ÄnderungÄnderungsantrag in der Mail, Test bleibt alt
  • NachweisGrün gegen eine Spec-Version, die es nicht mehr gibt
Orange = fehlende Verknüpfung
Mit Cevelar, nach vier WochenKette lesbar
  • SpezifikationPflicht mit ID, Seite und Annahmekriterium
  • ÄnderungKundennachschärfung erzeugt sichtbare Prüflücke
  • NachweisAlter und Baseline stehen in der Matrix
Struktur als Ergebnis

Hands-on: Nehmt euer aktuelles Lastenheft und den letzten Kunden-Änderungsantrag. Wenn ihr in unter fünf Minuten nicht sagen könnt, welche Testfälle betroffen sind, ist das der Fall, den die rechte Spalte zeigt.

In-Car-Assistent, drei Kundenprogramme

Voice-Assistenz an drei Fahrzeughersteller. Entwicklung in Jira, Spec in Confluence, Tests in Excel und auf dem Prüfstand. Lastenheft als PDF. Kein Requirements-Management-Tool.

  • ProgrammAssistenz-Plattform, 3 Varianten
  • BaselineLastenheft Rev. C, 214 Pflichten
  • Gedeckt187 mit Nachweis
  • Lücken14 ohne erneute Prüfung nach Änd. 19
  • Ohne Verfahren13 ohne festgelegtes Prüfverfahren
SYS-0142, Felder1 Lücke
  • QuelleLastenheft Rev. C, §7.2.3, Seite 47
  • PflichtWake-Word ≤ 300 ms, on-board, offline
  • SoftwareSWE-0088, On-Board + Offline-Pfad
  • PrüfungTest 0407, Bench, 5 Sprachen
  • Änd. 19250 ms gefordert, Prüfung nicht erneuert
Orange = fehlende Verknüpfung

Was in der Woche von Änderungsantrag 19 passiert

  1. Kunden-Mail landet Änderungsantrag 19 wird in Jira angelegt. Confluence und Excel bleiben auf 300 ms.
  2. Ticket steht auf Done Software ist angepasst. Annahmekriterium und Bench-Test sind nicht neu gebunden.
  3. Orange wird sichtbar SYS-0142 steht als Lücke. Die Matrix listet jede Pflicht, die noch einmal geprüft werden muss.
  4. Engineers urteilen Test anpassen, duplizieren oder Abweichung dokumentieren. Cevelar zeigt den Bruch vor der Bench-Buchung.

Ein zweiter Fall ändert die Pflicht gar nicht. Hängt ein ausgeliefertes Feature an einem Modell, das im Feld nachzieht, kann das Bench-Ergebnis von gestern wahr und trotzdem veraltet sein. Der Nachweis hängt am Modellstand, nicht nur am Pflichttext. Ticket-Systeme und klassisches ALM führen das nicht als eigenen Nachweiszustand.

  1. Hochladen und IDs Woche 1 Lastenheft, interne Spec und offene Änderungsanträge. Cevelar zerlegt Prosa, trennt Doppelpflichten, vergibt IDs mit Seitenverweis. Ihr lest die Liste am PDF gegen.
  2. Verfahren an die Pflicht Woche 2 Jede Pflicht bekommt Annahmekriterium, Prüfverfahren und Owner. Was ohne Verfahren bleibt, wird orange. Was strittig ist, klären die Engineers.
  3. Normen und der letzte Änderungsantrag Woche 3 ASPICE, ISO/SAE 21434 und Kundenforderungen hängen an der Pflicht, nicht im Ordner. Den letzten Änderungsantrag spielt ihr ein. Die Matrix zeigt, welche Nachweise betroffen sind.
  4. Bevor der Prüfstand gebucht wird Woche 4 Die Matrix listet, welche Pflichten nach dem letzten Änderungsantrag noch einmal geprüft werden müssen. Das steht fest, bevor Prüfstand oder Fahrzeug gebucht sind.

Was nach vier Wochen in der Hand ist

Ein Programm, das ihr schon fahrt. Kein IT-Ticket, keine Migration. Von Ingenieuren aus Test und Validierung gebaut.

Was ihr mitnehmt3 Ergebnisse
  • MatrixPflicht mit ID, Seite, Annahmekriterium
  • WirkungslisteWas nach dem letzten Änderungsantrag neu geprüft werden muss
  • ExportReqIF und Excel. Der Stand bleibt bei euch.
Lesbar gegen das PDF, nicht nur im Tool
Was ihr mitbringt4 Punkte
  • 01Ein laufendes Programm mit LastenheftIst-Stand
  • 02Ein paar Stunden in der Woche im Requirements EngineeringKapazität
  • 03Jemand, der Annahmekriterien entscheiden darfOwner
  • 04Keine Anbindung an die IT in den vier WochenKein Ticket
Start am Dokument, das ihr ohnehin habt

Check in Woche zwei

Drei Pflichten aus der Matrix ziehen: Seite, Annahmekriterium, Prüfverfahren. Wenn das nicht ohne Nachfragen geht, nehmen wir ein anderes Programm oder eine schmalere Baseline.

Die Kette vor der Toolauswahl.

Kein IT-Portfolio. Ein Lastenheft, der nächste Kunden-Änderungsantrag, eine Abdeckungsmatrix. Gehostet in Deutschland oder bei euch.

FAQ

Fragen zum Greenfield-Einstieg

Was Teams ohne Requirements-Management-Tool vor den vier Wochen klären.

Wir haben noch kein Requirements-Management-Tool. Ist Cevelar dann das falsche Produkt?

Im Gegenteil. Ohne Altlast entfällt der aufwendigste Teil jeder Einführung: die Migration. Ihr startet mit dem Dokument, das ihr ohnehin habt, und bekommt Struktur als Ergebnis statt als Voraussetzung.

Brauchen wir zusätzlich ein ALM-System?

Für Anforderungen, Nachweise und Abdeckung nicht. Wenn ihr Entwicklungsaufgaben in Jira führt, bleibt das so. Cevelar ersetzt kein Aufgabenmanagement. Falls der Fahrzeughersteller später ein bestimmtes ALM-System vorschreibt, geht der Bestand per ReqIF-Austauschformat dorthin. Schon mit Polarion oder DOORS unterwegs? Siehe Requirements Management neben bestehendem ALM-System.

Wie kommen wir wieder raus?

Anforderungen, Verknüpfungen und Nachweiszustände lassen sich jederzeit als ReqIF-Austauschformat und Excel exportieren. Die Arbeit bleibt euer Eigentum.

Wer pflegt das im Alltag?

In den vier Wochen ein paar Stunden pro Woche im Requirements Engineering. Der Punkt der Plattform ist, dass Zustände abgeleitet und nicht gepflegt werden: Wird ein Kundendokument aktualisiert, markiert das System betroffene Nachweise selbst.

Wie hängt das mit ASPICE zusammen?

ASPICE verlangt bidirektionale Traceability zwischen Kundenanforderung, Systemanforderung, Software und Test sowie eine nachvollziehbare Änderungshistorie. Cevelar erzeugt genau diese Kette als Nebenprodukt der täglichen Arbeit statt als Vorbereitung auf das Assessment. Ein Assessment bestehen könnt nur ihr. Nachweise liefert die Plattform. Details: ASPICE-Leitfaden.

Wo liegen unsere Dokumente?

Gehostet in Deutschland oder bei euch. Kundendokumente bleiben in eurem Mandanten, Rollen und Sichtbarkeiten sind pro Programm steuerbar. Cevelar trainiert keine öffentlichen Modelle mit euren Lastenheften.

Und Normtexte?

Frei zugängliche Regelwerke wie EU-Verordnungen und UNECE-Regelungen sind enthalten. Kostenpflichtige Normen bringt ihr unter eurer eigenen Lizenz ein. Wir verkaufen keine Normtexte weiter.

Was kostet der Einstieg?

Vier Wochen auf einem Programm mit festem Umfang. Preise besprechen wir im Gespräch, abhängig von Teamgröße und Anzahl Programme.

An eurem Lastenheft durchrechnen.

Ein Programm, das schon läuft. Vier Wochen. Wir antworten persönlich.