Was UN 38.3 im Prüfplan bedeutet
UN 38.3 ist die Transportprüfserie für Lithium-Zellen und -Batterien nach dem UN Manual of Tests and Criteria. Ohne bestandene und dokumentierte Tests dürfen die Produkte in der Regel nicht als Gefahrgut auf Straße, Schiene, See oder Luft bewegt werden.
Für Validation-Teams ist UN 38.3 selten die einzige Norm. Sie sitzt neben IEC 62619, OEM-Stressprofilen und oft der EU-Batterieverordnung. Der Prüfplan muss deshalb Zelle, Modul und Pack sauber trennen: derselbe Spec-Absatz meint oft nicht dieselbe DUT-Ebene.
Die acht Prüfgruppen
| Gruppe | Inhalt | Typische Planungsfalle |
|---|---|---|
| T.1 | Höhensimulation / Unterdruck | SoC und Packaging nicht mitgezogen |
| T.2 | Thermozyklus | OEM fordert härtere Profile ohne Acceptance |
| T.3 | Vibration | Achsen, Montage und Sample-Zustand unklar |
| T.4 | Schock | OEM-Puls statt UN-Profil, ohne Nachweispfad |
| T.5 | Externer Kurzschluss | Bedingungen und Schutzorgane nicht spezifiziert |
| T.6 | Impact / Crush | Anwendbarkeit Zelle vs. Batterie nicht geklärt |
| T.7 | Überladung | BMS-Abhängigkeit ohne Acceptance Criteria |
| T.8 | Forced Discharge | Chemie- und Bauartabhängigkeit übersehen |
Hinweis: Die Tabelle ist ein Planungsraster, kein Ersatz für den Normtext. Profile, Sample-Mengen und Pass/Fail stehen in Spec, UN-Manual und OEM-Zusatz.
Wie Cevelar UN 38.3 in die Kette legt
Aus dem Lastenheft werden Anforderungen extrahiert, auf T.1–T.8 plus OEM-Deltas gemappt und Lücken markiert. Output ist ein auditierbarer Plan mit Sequenz und Traceability, den das Labor buchen kann. Details im Use Case Prüfplan aus OEM-Lastenheft.